Corona: Unterstützung für Familien

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Beispiel für einen Tagesablauf im Ausnahmezustand

Blinde Barfußreise und Pustebilder – Spielideen für Familien

Spielen und achtsam sein – Gedanken zum Spielen

Entspannung und achtsame Bewegung

Mit Emotionen in der Familie gut umgehen

Meditation für Eltern

Meditation für Kinder

Erste Tipps für den Familienalltag

Wir sitzen alle in einem Boot: Die Corona-Pandemie stellt uns Menschen vor besondere Herausforderungen, die uns vielleicht stressen, erschrecken, existentiell bedrohen, traurig machen oder einfach nur nerven.

Gleichzeitig birgt die Situation auch ein Wachstumspotential für jede einzelne Familie. Um dieses zu erfassen, ist es gut, den Fokus auf das zu lenken, was gut läuft, was mit Leichtigkeit geschieht, was Freude bereitet und was uns Kraft gibt.

Und um unsere Widerstände, Blockaden und automatischen Reaktionsmuster besser zu verstehen, können wir genauer hinspüren, was im Geist und im Körper vielleicht Angst, Verspannung, Wut, Überforderung oder Genervtheit erzeugt und diesem mit Mitgefühl und Klärung begegnen. Das gilt sowohl für uns und den Umgang mit unseren Kindern als auch für unsere Kinder selbst.

Wir atmen auf

Wir haben so etwas alle noch nie erlebt! Es ist also völlig legitim, dass wir verwirrt, verunsichert und überfordert sind. Und gleichzeitig entspricht es uns auch, offen und neugierig zu sein, spontan und kreativ zu bleiben. Wer weiß, was uns diese Krise, diese besondere Situation zu Hause, alles offenbart und zeigt.

Und nicht zu vergessen: Wir haben Frühling und dürfen das Erwachen der Natur erleben. Ich habe seit Jahren nicht mehr so einen bewussten Übergang von Winter zu Frühling erlebt. Meine Sinne und auch die der Kinder sind offen für Düfte, Geräusche, Farben, Sonnenlicht – kein Fluglärm, wenig Autos, die Luft ist so klar wie schon ewig nicht mehr, die Erde atmet auf und mit ihr die Menschen.

Keine Termine, keine Dates, dafür neue Routinen, neue Rituale – für mich und meine Familie ist gerade ganz viel Raum und Entschleunigung entstanden. Wie alles noch werden wird, das wissen wir nicht und nur weniges davon unterliegt unserer Kontrolle. Ich kann jetzt nur für mich und meine Nächsten sorgen und von Tag zu Tag schauen, was wir gerade brauchen.

Denn das Wichtigste ist jetzt: Wie gehen wir miteinander um, wie fühlen sich die Kinder, wie geht es meinem Partner, was brauche ich gerade? Was ist eigentlich wichtig und wie kann ich für alle etwas Druck herausnehmen? Das sind für mich wichtige Fragen und Hinweise für Struktur und Umgang im Alltag. Und nicht primär, ob mein Kind alle Arbeitsblätter für die Schule schaffen wird oder ob ich schnell einen Online-Achtsamkeits-Kurs kreieren sollte.

Ich wünsche uns allen Kraft, Zuversicht und gute Gedanken. Mögen wir gesund sein und mögen alle Wesen gesund sein. Mögen wir frei von Sorge sein und mit Leichtigkeit leben.

 

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Sarina Hassine, *1977 in Kiel. Unterrichtet seit acht Jahren Achtsamkeit und Meditation für Erwachsene (angelehnt an MBSR) und Kinder, leitet Weiterbildungen für Pädagogen (AiSchu), begleitet Schulen, Eltern und Familien. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in der Nähe von Berlin auf dem Land. Wenn ihr Fragen habt, schickt ihr gern eine Mail an mindfulnessberlin @ gmail.com www.mindfulnessberlin.de

www.achtsamkeit-mit-kindern-berlin.de