Mindful Moments Camp 2026 des Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha

Mindful Moments Camp – Achtsamkeit gemeinsam erleben

Für Schüler*innen einer 8. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Taucha bot das „Mindful Moments Camp“ die Gelegenheit, neue Impulse für den persönlichen Umgang mit Herausforderungen des Alltags zu gewinnen. Im Mittelpunkt standen Erfahrungen, die über den klassischen Unterricht hinausgehen und die Jugendlichen dazu anregen, sich selbst und ihre Umgebung bewusster wahrzunehmen.

Bildung für innere Entwicklung

Von Achtsamkeit bis Zuversicht

Das „Mindful Moments Camp“ als bewusstes Innehalten und Erleben für junge Menschen

Wie lässt sich im oft hektischen Schulalltag bewusst innehalten? Und wie können Jugendliche lernen, mit Stress und persönlichen Herausforderungen besser umzugehen? Diesen Fragen widmete sich das Pilotprojekt „Mindful Moments Camp“ am Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha, das im Juni 2026 erstmalig stattfand.

22 Schüler*innen einer 8. Klasse verbrachte zweieinhalb Tage im Südhaus in Sehlis bei Taucha. Begleitet von zwei Achtsamkeitstrainerinnen, der Klassenleitung und der Schulsozialarbeit entstand dort ein besonderer Erfahrungsraum abseits des gewohnten Schulalltags. Inmitten der Natur konnten die Schüler*innen zur Ruhe kommen, Neues ausprobieren und die Klassengemeinschaft aus einer anderen Perspektive erleben. Das innovative Pilotprojekt verband dabei pädagogische Angebote mit gemeinsamen Erlebnissen in einer ungewohnten Umgebung.

Anders als bei einzelnen Projekttagen sollte Achtsamkeit über einen längeren Zeitraum und als gemeinsamer Erfahrungsraum für eine ganze Klasse erlebbar werden. Unter der Leitung der Achtsamkeitstrainerinnen Susanne Krämer und Franziska Köster entstand dafür ein eigenständiges Konzept, das verschiedene Ansätze der Achtsamkeitspraxis miteinander verbindet.

Im Zentrum des Camps standen die Förderung psycho-emotionaler Kompetenzen und ein bewusster Umgang mit persönlichen Belastungen. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Selbstregulation, Stressprävention und Selbstfürsorge und erhielten Impulse für eine wertschätzende Kommunikation innerhalb der Klassengemeinschaft. Gerade im Schulalltag, der für viele Jugendliche mit Leistungsdruck, sozialen Erwartungen und zahlreichen äußeren Reizen verbunden ist, sollte das Camp einen bewussten Gegenpol schaffen.

Auf dem Programm standen unter anderem Atem- und Entspannungsübungen, Meditation, achtsame Bewegung sowie Gesprächs- und Reflexionsrunden. Kreative Angebote wie Land Art, gemeinsames Kochen und Naturerlebnisse sorgten für Abwechslung. Auch Zeiten der Stille gehörten dazu. Ein Höhepunkt war ein gemeinsames Lagerfeuer, bei dem die Jugendlichen belastende Gedanken oder Sorgen aufschreiben und symbolisch dem Feuer übergeben konnten.

Die Erfahrungen, die unsere Schülerinnen und Schüler während des Camps machen konnten, reichen weit über den Schulalltag hinaus und haben ihnen wertvolle Impulse für den Umgang mit den Herausforderungen des Lebens vermittelt, reflektiert Marcus Rößner, begleitender Schulsozialarbeiter.

Dabei ging es nicht nur um Entspannung. Die Jugendlichen beschäftigten sich auch damit, eigene Belastungen wahrzunehmen, persönliche Kraftquellen zu erkennen und Strategien für stressige Situationen kennenzulernen. Gleichzeitig bot das Camp zahlreiche Gelegenheiten für gegenseitiges Zuhören, Wertschätzung und gemeinsames Handeln. Die erlernten Übungen können auch nach dem Camp im Alltag genutzt werden – etwa durch kurze Momente des Innehaltens vor einer Klassenarbeit.

Die Jugendlichen ließen sich trotz der zunächst ungewohnten Übungen und der einfachen Bedingungen des Aufenthalts auf die Erfahrungen ein. Dabei entstand Raum, um eigene Gedanken und Gefühle bewusster wahrzunehmen und persönliche Kraftquellen zu entdecken. Einige Teilnehmende beschrieben, dass sie während des Camps erstmals genauer erkannten, was sie im Alltag belastet und welche Möglichkeiten ihnen helfen können, in stressigen Situationen zur Ruhe zu kommen.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren überwiegend positiv. Besonders häufig genannt wurden die Ruhe und Entschleunigung, das Gemeinschaftserlebnis und die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen. Nahezu alle Jugendlichen gaben an, das Camp weiterempfehlen zu würden.

Die positiven Erfahrungen haben uns sehr motiviert weiterzumachen und dieses spannende Format weiter anzubieten bzw. an unserer Schule und darüber hinaus weiterzuführen, sagt Marcus Rößner.

Damit die Erfahrungen über die zweieinhalb Tage hinauswirken können, erhielten die Schüler*innen Materialien und Anregungen, um einzelne Übungen auch im Alltag anzuwenden. Zudem wurden Möglichkeiten zur Nachbereitung im schulischen Kontext geschaffen. „Eine Fortsetzung folgt…“, ist sich Marcus Rößner, der Initiator des Projektes, sicher.

Die Umsetzung des Pilotprojekts wurde durch mehrere Partner ermöglicht. Neben der AOK PLUS und einer Sachspende eines lokalen EDEKA-Marktes unterstützte auch das AVE Institut die Freizeit finanziell. So konnte ein außerschulischer Lern- und Erfahrungsraum geschaffen werden, der Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Gemeinschaft auf praktische Weise miteinander verband.

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  • Bildschirmfoto 2026-09-30 um 10.55.47: Marcus Rößner, Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha