Sir Ken Robinson

Do schools kill creativity?

„Kunst und Musik haben meistens einen höheren Status in Schulen als Theater und Tanz.“ Welche Folgen das für Kinder, Pädagog*innen und unsere Gesellschaft hat, erläutert Sir Ken Robinson in seinem bekannten Vortrag.

PORTAL FÜR ACHTSAMKEIT IN DER PÄDAGOGIK

Der Bildungs- und Kreativitätsforscher Sir Ken Robinson resümiert in diesem populären TED-Talk: „Jedes Bildungssystem der Erde hat die gleiche Hierarchie von Fächern: ganz oben Mathematik und Sprachen, dann Geisteswissenschaften, und ganz unten Kunst. Und in so ziemlich jedem System gibt es auch eine Hierarchie innerhalb der Künste. Kunst und Musik haben meistens einen höheren Status in Schulen als Theater und Tanz.“

Weiter sagt Robinson: „Es gibt auf dem Planeten kein Bildungssystem, das Kinder täglich genauso im Tanzen unterrichtet wie in Mathematik. Mathematik ist wichtig, aber das gilt auch für Tanz. Ernsthaft, wir unterrichten Kinder, wenn sie aufwachsen, immer weiter von der Taille aufwärts. Dann konzentrieren wir uns auf die Köpfe, und ein wenig zu einer Seite hin.“

Sir Ken Robinson plädiert auf unterhaltsame und bewegende Weise für die Schaffung eines Bildungssystems, das Kreativität fördert und nicht untergräbt. Der britische Autor und international geachtete Berater in der Gesellschaftsentwicklung (Kreativität und Bildung) starb 2020.

Entkörperlichung und Verkopfung in der Corona-Pandemie

Auf den sehenswerten TED-Talk und die Bedeutung der Nutzung digitaler Medien in der Corona-Pandemie nimmt Prof. Mike Sandbothe Bezug (Professor für Kultur und Medien an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena):

„Tatsächlich sind unsere Schulen und Hochschulen schon ohne die durch Covid beschleunigte Digitalisierung extrem kopflastig ausgerichtet. Derzeit erreicht der Grad an Entkörperlichung und Verkopfung aber eine Dimension, die tatsächlich für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und die zwischenmenschliche Kommunikation gefährlich werden kann.

Das erleben derzeit viele Eltern und zwar in doppelter Hinsicht; zum einen mit Blick auf ihre Kinder, denen die körperliche Interaktion mit den Schulkameraden auf dem Schulhof fehlt, und zum anderen mit Blick auf sich selbst, wenn sie ihren Job im Home-Office ausüben. Hier sind achtsame Ausgleichsangebote wichtig. Das wird derzeit in der Bildungspolitik noch nicht ausreichend berücksichtigt, während in der Wirtschaft die Achtsamkeitskurse boomen.“

Das ganze Interview lesen Sie in der Zeitschrift für Sozialmanagement, April/Mai 2021 bzw. hier auf Researchgate.

Hier kommen Sie zu dem spannenden TED-Talk:

 

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.ted.com zu laden.

Inhalt laden

 

Bildquellen dieser Seite anzeigen

  • Sir Ken Robinson: Sebastiaan ter Burg