Wege zu
einer neuen
Bewusstseins-
kultur

„Achtsamkeit hilft zu sehen, dass in der Welt alles mit allem verbunden ist. Wer diese Verbundenheit spürt, engagiert sich und übernimmt an seinem Platz Verantwortung für die Welt um ihn herum. Dies schon Kindern und Jugendlichen durch Pädagogen zu vermitteln, die die Haltung von Achtsamkeit auch in ihrer ethischen Dimension verkörpern, sehe ich als die Aufgabe des AVE-Instituts.“

Hanna Paulmann, Gründerin des AVE-Instituts

Unser Anliegen

 

Das Institut für Achtsamkeit, Verbundenheit und Engagement, 2018 gegründet, möchte Impulse für den Bildungsbereich geben, damit Achtsamkeit und Empathie Teil der Schulkultur werden.

Denn für ein gelingendes Leben brauchen junge Menschen mehr Fähigkeiten, als die Schulen ihnen derzeit mit auf den Weg geben. Dazu gehört sich selbst wahrzunehmen, die Aufmerksamkeit bewusst zu lenken, die Emotionen zu regulieren, gute Beziehungen zu knüpfen und sich mit seinen ihren Potenzialen in die Gesellschaft einzubringen.

Wir sind der Überzeugung, dass Achtsamkeit in die Schulen gehört: als eine Kulturtechnik wie Lesen und Schreiben. Dabei geht es uns nicht darum, Lernen effizienter zu machen. Vielmehr sehen wir in der Achtsamkeit eine innere Haltung zum Leben.

Genau diese achtsame Haltung ist im Klassenzimmer von entscheidender Bedeutung. Wenn wir vor der Klasse stehen, müssen wir mit uns selbst im Kontakt sein, um nicht impulsiv und destruktiv zu reagieren. Achtsamkeit hilft uns, Sicherheit in uns selbst zu finden und in Resonanz mit dem sein, was immer uns begegnet.

Es beginnt mit kleinen Schritten, etwa achtsam Gefühle von Stress und Überforderung zu spüren. Dann einen Moment innehalten und bewusst einen Atemzug machen. Daraus eine Gewohnheit zu machen, ist ein Lernprozess. Schon kleine Schritte in Richtung achtsamer Wahrnehmung bringen mehr Menschlichkeit in den Klassenraum.

Lernen hängt von Beziehung ab

Aus der wissenschaftlichen Forschung ist belegt: Die Entwicklung unserer Kinder hängt davon ab, wie wir als Pädagogen mit ihnen in Beziehung sind. Das gilt auch für die Vermittlung fachlicher Kompetenzen. Doch wer mit anderen in Beziehung sein will, muss zuerst mit sich selbst im Kontakt sein.

Bisher sind achtsame Selbstwahrnehmung, Selbstfürsorge und Empathie nicht Teil der pädagogischen Ausbildung. AVE initiiert und fördert Projekte, die Lehrerinnen und Lehrer darin unterstützen, diese wichtigen inneren Qualitäten zu entfalten. Damit werden Pädagogen in die Lage versetzt, diese Fähigkeiten auch Kindern und Jugendlichen zu vermitteln.

fördern – vernetzen – informieren

Wir, das Institut für Achtsamkeit, Verbundenheit und Engagement:

  • entwickeln mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis ein Schulungsprogramm, das Lehrende befähigt, eine Haltung der Achtsamkeits zu kultivieren und an Pädagoginnen und Pädagogen weiterzugeben
  • fördern hervorragende Projekte, Forschungsvorhaben, Konferenzen und Publikationen, die sich mit Achtsamkeit, Empathie und Beziehungskompetenz im Bildungsbereich beschäftigen – vom Kindergarten bis zur Universität
  • sammeln und veröffentlichen Informationen zum Thema Achtsamkeit, Empathie und Beziehungskompetenz aus Publikationen, Forschungsvorhaben und Konferenzen
  • initiieren Netzwerke im deutschsprachigen Raum
  • entwickeln eine dynamische Website mit einem Wissenspool für Lehrerinnen und Pädagogen
  • haben den Kurzfilm „Schule der Achtsamkeit“ produziert, der die Wirkung von Achtsamkeits-Methoden auf Kinder und Jugendlichen aufzeigt.

Warum Achtsamkeit?

 

Achtsamkeit ist eine natürliche Qualität des menschlichen Bewusstseins. Doch im hektischen Alltag haben wir oft keinen Zugang dazu. Die Praxis der Achtsamkeit, also des bewussten Wahrnehmens, stärkt dieses Potenzial. Im Bildungsbereich beginnt sie bei den Lehrenden. Wenn sie die Haltung der Achtsamkeit verkörpern, können sie Achtsamkeit an die Schüler weitergeben.

Warum Verbundenheit?

 

Das menschliche Gehirn entwickelt sich im Kontakt mit anderen Menschen. Verbundenheit und Empathie sind daher für die Erziehung unserer Kinder besonders wichtig. Aber  Beziehungskompetenz will gelernt sein. Wir sollten Lehrkräften ermöglichen, diese Fähigkeit zu stärken.

Warum Engagement?

 

Ein Bewusstseinswandel allein reicht nicht aus, um die drängenden Probleme unserer Zeit zu lösen. Dafür ist gesellschaftliches Engagement notwendig, Menschen müssen aus der Haltung von Achtsamkeit und Verbundenheit ins Handeln kommen.

Ethik heute

Das Netzwerk Ethikheute ist Teil des AVE Instituts gGmbH. Mit einem Online-Magazin www.ethik-heute.org und Veranstaltungen fördert es den Dialog über ethische Fragen. Im Zentrum steht die Kultivierung einer Ethik des Herzens, die aus inneren Quellen wie Mitgefühl, Achtsamkeit und Weisheit kommt. Diese ins Handeln umzusetzen und zu einer sozialen und ökologischen Gesellschaft beizutragen – darum geht es bei Ethik heute.

Direkt zu Ethik heute

Das Team

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Hanna Paulmann ist Gründerin und Hauptgesellschafterin des AVE-Instituts gGmbH. Nach dem Studium der Indologie und Religionswissenschaft engagierte sie sich 25 Jahre bei der Deutsch-Indischen Gesellschaft. Um einen Bewusstseinswandel auf ökonomischen und gesellschaftlichem Gebiet anzuregen, gründete sie mit Ihrem Mann, Dieter Paulmann, 2006 die Stiftung Denkwerk Zukunft und 2011 Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit, die heute von Harald Welzer verantwortet wird. Aus ihrem Engagement reifte die Einsicht, dass man für einen wirklichen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft bei den Kindern ansetzen muss. Kontakt: Hanna.Paulmann(at)ave-institut.de

Tobias Röder arbeitete in der Öffentlichkeitsarbeit für Ministerien und Nichtregierungsorganisationen in Deutschland und hat Kommunen und Projekte im Kinder- und Jugendbereich beraten. Er war zuletzt mehrere Jahre als Geschäftsführer eines großen buddhistischen Seminarhauses und arbeitete für ein Care- und Hospizprojektes in der Nähe von Berlin. Als Vater einer 5-jährigen Tochter ist er auch persönlich täglich mit der Frage konfrontiert, wie die Praxis von Achtsamkeit sowie Beziehungskompetenz das tägliche Miteinander zwischen kleinen und großen Menschen bereichern können. Kontakt: tobias.roeder(at)ave-institut.de

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Birgit Stratmann ist Texterin für Print und Web, u.a. hat sie lange Jahre für Greenpeace gearbeitet. Sie unterstützt das AVE-Institut im Bereich Kommunikation. Sie ist im Netzwerk Ethik heute des AVE-Instituts verantwortlich für das Online-Magazin und die Programmplanung. Sie war 2011 Projektleiterin für den interdisziplinären, internationalen Kongress zur Achtsamkeit in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg. www.birgitstratmann.com Kontakt: birgit.stratmann(at)ethik-heute.org

Expertinnen und Experten, die das
AVE-Institut beraten und begleiten

Nils Altner

Dr. Nils Altner ist Vater, Bildungs- und Gesundheitswissenschaftler. Projekt-, Forschungs- und Lehraufträge u.a. an der Universität Duisburg-Essen, der Harvard Medical School und der Norwegian University of Science and Technology. Buchautor. Er begeistert sich für die zeitgemäße Gestaltung von Bildungs- und Entwicklungsangeboten, die Kindern und Erwachsenen ermöglichen, ihre Potentiale für ein liebevolles, selbstbestimmtes, kreatives und verantwortliches Leben zu entfalten. www.achtsamkeit.com

Kathrin-1

Kathrin Höckel ist internationale Bildungsexpertin, selbständige Autorin und Beraterin.  7 Jahre als Education Policy Analyst und Beraterin bei der OECD in Paris, als Fellow an der Harvard Graduate School of Education und dem MIT GNH & Wellbeing Lab mit Otto Scharmer. Ihr Anliegen ist es, Bildung nicht auf eine Vorbereitung für das effiziente Funktionieren im Arbeitsmarkt zu reduzieren, sondern als Persönlichkeitsentwicklung und Befähigung zum Engagement zu verstehen.  https://www.kathrinhoeckel.com

2012.10.30.Helle Jensen. Psykolog. Har skrevet en ny bog. ©.foto. Lars Aarø. Fokus

Helle Jensen ist Psychologin und Familientherapeutin. Zusammen mit Jesper Juul hat sie ein Konzept zur Stärkung von Beziehungskompetenz für Lehrer und Erzieher entwickelt. Vorsitzende und Mitbegründerin der „Dänischen Gesellschaft zur Förderung der Weisheit bei Kindern“. Leiterin des Programms „Empathie trainieren“. Autorin mehrerer Bücher, u.a. „Hellwach und ganz bei sich: Achtsamkeit und Empathie in der Schule“; „Miteinander. Wie Empathie Kinder stark macht“. Beide mit Jesper Juul, Peter Høeg u.a., Beltz Verlag 2017.

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Vera Kaltwasser, Oberstudienrätin, Theaterpädagogin und Autorin, ist in der Lehrerfortbildung tätig. Ausbildung zur MBSR-Lehrein 2007in den USA, u. a. bei Jon Kabat-Zinn. Weitere Ausbildungen: Qigong und Freiburger Lehrercoaching (Prof. Bauer). Autorin u.a. „Praxisbuchs Achtsamkeit in der Schule, Selbstregulation und Beziehungsfähigkeit als Basis von Bildung“, Beltz 2016, „Persönlichkeit und Präsenz – Achtsamkeit im Lehrerberuf“, Beltz 2018. vera-kaltwasser.de

Foto Helga Luger-Schreiner

Helga Luger-Schreiner ist zertifizierte Lehrerin für achtsames Selbstmitgefühl (MSC), Künstlerin und Kunstpädagogin, Multimediale Kunsttherapeutin, Montessori-Pädagogin. Sie konzipiert und leitet in Kooperation mit der Bildungsdirektion Wien das Projekt Achtsame Schule (PAS) an der Universität Wien, Institut für LehrerInnenbildung, als Teilprojekt von ALBUS, Achtsamkeit in LehrerInnenbildung und Schule. Mitentwicklung  des Masterlehrgangs „Achtsamkeit in Bildung, Beratung und Gesundheitswesen“ an der KPH Wien/Krems. Mutter zweier erwachsener Kinder

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Christine Ordnung ist Leiterin und Gründerin des Deutsch-Dänischen Instituts für Familientherapie und Beratung (ddif), das sich an die pädagogische und therapeutische Haltung von Jesper Juul anlehnt. Seit Anfang 2018 ist sie Mitglied des dänischen Psychotherapeutenverbands. Sie arbeitet auch als Supervisorin, Beraterin und Fortbilderin in pädagogischen und therapeutischen Einrichtungen. „Von den Familien lerne ich am meisten über Beziehungen,“ sagt sie.

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Lienhard Valentin ist Gestaltpädagoge, Buchautor und Herausgeber der Zeitschrift Mit Kindern wachsen. Er ist ein international gefragter Referent und unterstützt Eltern dabei, mit ihren Kindern neue Wege zu gehen. Seit mehr als 20 Jahren ist er in der Arbeit mit Eltern sowie in der Weiterbildung von Erziehern und Lehrerinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Interview mit Valentin auf ethik-heute „Eltern sein – Die Beziehung ist entscheidend.“

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Dr. Karlheinz Valtl ist Bildungswissenschafter, Senior Lecturer am Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität Wien, Trainer für Hochschuldidaktik an TU Wien und Universität für Bodenkultur Wien. Seit 1995 ist er Referent in der beruflichen Fort- und Weiterbildung nahezu aller pädagogischen Berufe. Er hat in einem Team den Hochschullehrgang mit Masterabschluss „Achtsamkeit in Bildung, Beratung und Gesundheitswesen“ entwickelt. Arbeitsschwerpunkte u.a.: Pädagogik der Achtsamkeit, Sozial-emotionales Lernen (SEL) und Sozial-emotionale Kompetenzen von Lehrpersonen (SEC), Hochschuldidaktik und Didaktik der Erwachsenenbildung.

Julian-Wildgruber

Julian Wildgruber ist Gründer der Change-Agentur „MadeVision”, MBSR & Mindful Leadership Trainer. Sein Kernthema sind „Human Innovations“ in Zeiten einer rasanten technologischen und digitalen Entwicklung. Durch digitale und offline Lernformate befähigt er Menschen, das eigene Bewusstsein zu schulen, Stress zu reduzieren und somit souveräner Gestalter der täglichen Aufgaben zu werden. 2012-15 produzierte er den Kinodokumentarfilm “From Business to Being”, der der Frage nachgeht, wie wir heute leben und arbeiten wollen und wie Unternehmen neu gedacht werden müssen, um mehr Menschlichkeit und Verantwortung zu ermöglichen. http://madevision.com